Badsanierung im Bestand
Schritt für Schritt zum Barrierefreien Bad
Sie wohnen seit vielen Jahren in Ihrem Eigenheim und lieben Ihre gewohnte Umgebung. Doch das Badezimmer passt nicht mehr ganz zu Ihren Ansprüchen an Komfort und Stil? Eine Badsanierung im Bestand ist die ideale Gelegenheit, Ästhetik mit vorausschauender Barrierefreiheit zu verbinden.
Und dies am besten, ohne dem Badezimmer ein klinisches Flair zu verleihen. Bodengleiche Duschen und smarte Lichtsysteme ermöglichen ein barrierefreies Bad mit höchstem Wohnkomfort. Dabei erfolgt die Badsanierung im Bestand durch fünf Kernphasen: Analyse, Planung, staubarme Demontage, fachgerechte Installation und finale Montage.
Warum barrierefrei heute Luxus und Komfort bedeutet
Früher wirkten altersgerechte Bäder oft klinisch. Heute kann Barrierefreiheit ein Design-Statement sein. Eine bodenebene Dusche vergrößert den Raum optisch, und berührungslose Armaturen sind nicht nur praktisch, sondern technologisch auf dem neusten Stand.
Barrierefreiheit bedeutet heute nicht mehr, dass man die Hilfsmittel sieht. Sie sind unsichtbar in das hochwertige Design integriert.
- Die „Walk-In“ Dusche mit Shadow-Drain: Statt einer weißen Duschwanne werden großformatige Natursteinplatten genutzt, die bündig mit dem restlichen Boden abschließen. Die Entwässerung erfolgt über eine filigrane Schattenfuge an der Wand.
- Unterfahrbare Waschtische aus Mineralguss: Diese Waschtische sind extrem flach und elegant designt. Sie bieten Beinfreiheit (falls man mal im Sitzen die Zähne putzen möchte) und sehen dabei stylisch aus.
- Erhöhtes WC: Dies sorgt für einen komfortablen Sitz und erleichtert das Aufstehen
- Dusch-WCs (Washlets): Das Nonplusultra für Hygiene und Autonomie. Design-Modelle fügen sich nahtlos in ein modernes Bad ein und bieten Funktionen wie Geruchsabsaugung und Warmluftföhn.
- Integrierte Licht-Leitsysteme: LED-Bänder im Sockelbereich der Möbel oder unter der Duschkante dienen als nächtliche Orientierungshilfe, ohne dass man das helle Hauptlicht einschalten muss.
Die Vorteile einer Sanierung im Überblick
Standard Bad | Barrierefreie Design-Lösung (2026) | |
|---|---|---|
Dusche | Klobiger Duschklappsitz | In die Wand integrierte, befliesbare Sitzbank |
Haltegriff | Weiße Kunststoffröhren | Im Design integrierte Halter in Chrom, Bronze oder Messing |
Rohinstallation | Wasser- & Abwasserleitungen, vorwandinstallation | 2.000 – 3.500€ |
Einstieg | Hoher Wannenrand/ Stufe | Absolut bodengleich und sicher |
Armatur | Klassischer Einhebelmischer | Elektronische Sensor-Armatur (Start/ Stopp bei der Berührung); Thermostat, der die Temperatur konstant hält |
Licht | Zentrale Deckenleuchte | Nachtlicht und LED-Unterbeleuchtung |
Was bei barrierefreien Bädern technisch beachtet werden muss
Damit ihr Traumbad nicht nur Komfortabel, sondern auch praktisch ist (und bleibt) gilt es einige Details zu beachten. So werden können später teure und komplizierte Nachrüstungen verhindert werden.
- Bewegungsflächen. Im Bestand ist der Platz oft begrenzt. Damit das Badezimmer komfortabel ist und später auch mit einem Rollstuhl zugänglich bleibt, sollte vor dem WC und vor dem Waschtisch mindestens eine Fläche von 1,20m auf 1,20m frei bleiben
- Statik und Wandverstärkung. Um das Traumbad später unkompliziert mit Haltegriffen ausstatten zu können, sollten bei der Rohinstallation die Trockenbauwände verstärkt werden. So müssen die Haltegriffe nicht sofort angebracht werden, können aber in 10 Jahren nachgerüstet werden, ohne die Wand aufzureisen
- Thermostat-Armaturen mit Verbrühschutz Im Alter reagiert die Haut empfindlicher. Moderne Unterputz-Thermostate begrenzen die Wassertemperatur automatisch auf 38°C (Cool-Touch-Technologie). Das Gehäuse der Armatur selbst wird zudem nie heiß.
- Rutschhemmung (R-Klassen). Schöne Fliesen können oft auch rutschig sein, daher sollten Materialien mit der R10/B oder R11 gewählt werden. Diese bieten optimalen Halt bei Nässe, fühlen sich aber unter den Füßen dennoch hochwertig an.
In 5 Schritten zum altersgerechten Bad
Die Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse
Bevor die Badsanierung starten kann, müssen zunächst die Grundlagen geprüft werden. Dabei müssen einige Fragen geklärt werden, unter anderem, welche Bedürfnisse und Wünsche vorliegen.
Detailplanung mit 3D-Visualisierung
In dieser Phase steht die volle Kontrolle über die Gestaltung im Vordergrund. Nach der Auswahl hochwertiger Materialien erfolgt eine präzise Computersimulation, die die Wirkung großformatiger Fliesen und individueller Lichtkonzepte im Raum realitätsgetreu visualisiert.
Staubarme Demontage
Die größte Sorge vieler Eigentümer ist der Schmutz. Dabei kann eine moderne Badsanierung auch sauber ablaufen: durch Staubschutzsysteme und Luftreiniger. Das bedeutet: Die Sanierung findet statt, aber der Rest Ihres Hauses bleibt sauber. Alte Fließen und Materialien werden fachgerecht demontiert und entsorgt
Installation von Technik und Barrierefreiheit
Als nächstes werden die Wasserleitungen erneuert und die Vorbereitung der Elektrik für Smart-Home-Lösungen getroffen. Außerdem wird das Fundament für die Barrierefreiheit gelegt – von der verstärkten Wand für spätere Haltegriffe bis hin zur exakten Entwässerung der Dusche.
Feinmontage & Übergabe
Im letzten Schritt werden Armaturen, Keramik und Badmöbel montiert. Nach einer gründlichen Endreinigung erfolgt die gemeinsame Abnahme.
Fazit: Ihr Bad als Investition in die Freiheit
Eine Badsanierung im Bestand ist eine strategische Entscheidung. Werden heute die richtigen Materialien gewählt und Vorbereitungen getroffen, erleichtert das später die Nachrüstung. So bleibt das Badezimmer über Jahrzehnte hinweg ein privater Rückzugsort.
Experten-Tipp für 2026: Prüfen Sie unbedingt die aktuellen Förderkredite der KfW. Wir unterstützen Sie gerne dabei, die technischen Nachweise für die Zuschüsse zu erbringen.
Yves Schmidt
Geschäftsführer der Markus Schmidt GmbH

